Informationen

  1. Barbera
  2. Chianti Classico
  3. Gambero Rosso - Vini d'Italia

1. Barbera

Barbera ist ein Wein aus der Barbera-Traube, eine typische Traubensorte des Piemont. Barbera ist zwar nicht ganz so bekannt wie Barolo und Barbaresco, die beide aus der Nebbiolo-Traube gewonnen werden, er hat aber im letzten Jahrzehnt deutlich an Prestige gewonnen, ohne jedoch die schwindelerregenden Preisregionen der Barolo oder auch Barbaresco zu erreichen.

Vor allem die guten bis ausgezeichneten Jahrgänge 1996, 1997 und 1998 haben dazu beitgetragen, daß dem Barbera immer mehr internationale Anerkennung zuteil wird. "Regelrecht hingerissen waren unsere Degustatoren vom Barbera. Lange Jahre war diese Rebe im Schatten der grossen Nebbiolo gestanden, doch dank des Weitblicks einiger Produzenten (...) spielt sie heute eine entscheidende Rolle in der Weinwirtschaft [des Piemont]. Rigorose Methoden im Weinberg und eine moderne Verarbeitung mit Gespür für die Tradition trieben die Barbera-Rebe zu Höchstleistungen (Gambero Rosse 2000, S.21). Diesem Urteil kann man sich nur anschliessen. Und: Auch der Jahrgang 1999 verspricht wieder gute bis sehr gute Qualitäten.

Die Barbera sind zumeist reich in Farbe und Körper, mild im Duft und Geschmack, dabei fruchtig. Sie können recht jung getrunken werden, haben allerdings Potential für eine längere Lagerung. Sowohl die in Holzfässern ausgebauten Barbera 1997 als auch die Barbera Superiore (Superiore = mindestens 1 Jahr Reifung im Fass) des Jahrgang 1998 sind am Anfang der Trinkreife, sie werden in den nächsten 1-2 Jahren noch besser und halten sich bis 2003 - 2005. Trotz der erwähnten Gemeinsamkeiten der Barbera gibt es eigentlich keinen "einheitlichen" Stil, sondern die Barbera fallen sehr unterschiedlich aus. Dies liegt nicht zuletzt an der Vielfalt der Produzenten (häufig mit einer Produktion von lediglich ein paar Tausend Flaschen im Jahr) und der Hügellandschaft dieser Region, in der die einzelnen Weinberge die unterschiedlichsten Klimazonen und Gesteinsformationen aufweisen.

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2. Chianti Classico

Das DOCG-Gebiet* des Chianti Classico erstreckt sich über 70 000 Hektar, von denen etwa 7000 Hektar mit Reben bepflanzt sind. Es besteht aus zahlreichen hügeligen Kleinbereichen, die trotz der Gemeinsamkeiten der Weine des Chianti Classico eine große Vielfalt an unterschiedlichen Weinen bzw. Weinstrukturen ermöglichen. Traditionsgemäss ist ein Chianti nicht sortenrein. Das "Rezept" geht auf Baron Bettino Ricasoli zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Bis vor kurzem war der vorgeschriebene Anteil an Sangiovese-Trauben 75-90 %, mittlerweile sind beim Chianti Classico auch 100 % Sangiovese erlaubt. Der Anteil an Canaiolo-Trauben beträgt zwischen 5 und 10 %, der Anteil an weissen Malvasia und Trebbiano darf 10% nicht übersteigen. Es gelten strenge Ertragsgrenzen, der Hektarhöchstertrag ist auf 52,5 Hektoliter festgeschrieben, ein Rebstock darf maximal 3kg Trauben tragen. Über die Einhaltung der Vorschriften wacht das Konsortium "Gallo Nero" (dt. Schwarzer Hahn).

Für die Qualitätsstufe Riserva muß ein Chianti Classico mindestes 2 Jahre im Fass und 3 Monate auf der Flasche reifen. Die meisten Weinproduzenten verzichten in nicht so guten Jahren auf die Produktion einer Riserva.

* DOCG-Gebiet: Weine aus diesem Gebiet, die die spezifischen Bestimmungen dieses Gebietes anerkennen und erfüllen, können sich als Weine mit "kontrollierter und garantierter Ursprungsbezeichnung" (ital.: Denominazione di Origine Controllata e Garantita) bezeichnen.

Jahrgänge und Haltbarkeit

Die Lagerfähigkeit der Chianti Classicos hängt nicht zuletzt vom Jahrgang ab. Als Faustregel kann trotz der Unterschiedlichkeit der Weine, Weinbau- und Kellereitechniken gelten: je besser der Jahrgang, desto lagerfähiger. Chianti Classico ist meist nach 2-5 Jahren reif, die Riserve brauchen zwischen 4 und 8 Jahre. Bei guten Jahrgängen können sich die Riserve weit über ein Jahrzehnt halten.

Sehr gute Jahrgänge im Gebiet des Chianti Classico waren in den 90ern:

1990: Z.Zt. höchster Trinkgenuss.

1995: Trinkreif, v.a. die Riserve und die "Supertoskaner" können noch besser werden.

1997: Bereits trinkreif, aber sowohl die "normalen" Chianti Classico als auch die Riserve und "Supertoskaner" können noch besser werden.

Gute Jahrgänge:

1993: Z.Zt. höchster Trinkgenuss, die Weine sollten langsam verbraucht/ausgetrunken werden.

1996: Trinkreif, v.a. die Riserve und die "Supertoskaner" können noch besser werden.

1998: Die Chianti Classico sind am Anfang der Trinkreife, sie haben noch ein grosses Entwicklungspotential.

1999: Erste Bewertungen des Jahrgangs stimmen ganz optimistisch, für ein Urteil bezüglich des Entwicklungspotentials der Weine ist es aber noch zu früh.

Die Bewertung der Jahrgänge sollten immer nur als Richtschnur gesehen werden, da erstens auch regional sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen herrschen können und zweitens die Qualität der Weine in nicht zu unterschätzender Weise vom Können der Winzer geprägt ist.

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3. Gambero Rosso - Vini d'Italia

Der Gambero Rosso - Vini d'Italia ist der wichtigste Weinführer durch die Vielfalt italienischer Regionen, Anbaugebiete und Produzenten. Mehrere Teams von jeweils fünf bis sieben Testern wählen in Blindproben die Weine aus und bewerten sie. Dabei werden Fachleute zu den Degustationen eingeladen, um die Objektivität der Auswahl zu überprüfen. Die Bewertungen sind: Ein Glas = guter Wein, zwei Gläser = sehr guter Wein, drei Gläser = ausgezeichneter Wein.

Die Ausgaben des Vini d'Italia sind ein Gemeinschaftsprojekt des Verlages Gambero Rosso (dt. Roter Krebs) und der Arcigola Slow Food. Diese Bewegung wurde 1986 in Italien gegründet, nicht zuletzt als Reaktion auf etwas, was in Italien heftige Proteste auslöste: die US-Fast-Food-Kette McDonald's eröffnete an der Piazza di Spagna in Rom ein Schnellrestaurant. Dem Fast Food sollte mit Slow Food begegnet werden. Die Bewegung Slow Food bezieht sich dabei auf einen 1983 gegründeten Verband, Arcigola, und als solcher zählt er heute in Italien 295 Ortsgruppen und mehr als 25 000 Mitglieder.

Viele unserer Weine finden Sie im Gambero Rosso positiv bewertet. Allerdings muss doch auch erwähnt werden, dass trotz der Bemühungen um Objektivität die Bewertung eines Weines immer auch subjektiv bleibt. Auch von den Weinen unseres Sortiments, die keine Aufnahme in diesen Weinführer fanden, sind wir von der Qualität überzeugt. Unser Rat: Probieren Sie selbst und bilden Sie sich ein eigenes Urteil!

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